Biografisches und Anliegen

 

 

 

Dr. Konrad Ruff

Keramik Kunst - Figuren

 

 

 

 

 

 

Biographisches und Anliegen

 

Die ersten erhaltenen Zeichnungen, meist mit Feder und Tusche ausgeführt, stammen aus den frühen 60er Jahren, da ging ich zur Schule. Dann zweiteilte sich mein Weg. Der eine führte zum Studium der Sozialwissenschaft und zur Erforschung sozialen Verhaltens, der andere, ein autodidaktischer Weg, führte zur Kunst. Beide vereinten sich gewissermaßen 1984 in meiner Arbeit als Kunsttherapeut. In ihr ergänzt sich die Beobachtung fremden mit der eigenen

inneren Erlebens: nicht nur von Schwächen und Brüchen in Lebensläufen, sondern vor allem auch der Mühe und des Strebens bestehen zu wollen. Mein Anliegen ist, der Poesie in den Falten der menschlichen Beziehungen untereinander und zu unseren Mitbewohnern, den Tieren, nachzuspüren. Neugier, Phantasie und Humor sind für mich die Sinne, die den Zugang zu allen Farben menschlicher Existenz öffnen.

 

Neben Zeichnungen, zumeist in Mischtechnik, stellen Ton-Plastiken seit vielen Jahren den Schwerpunkt meiner Arbeit dar. Auf sie fällt göttlicher Glanz: aus (Ton-)Erde eine Gestalt zu schaffen, eine Vorstellung die vielen Mythenkreisen eigen ist, ist eine auf dem ganzen Globus verbreitete Kulturtechnik. Was göttlicher Leichtigkeit entspringen mag, bedeutet für mich eher ein Suchen und Ringen um die Gestalt, die eigene Ausdrucksform und Sprache zu entwickeln.

 

Meine Terrakotten, bis zu 60 cm hoch, werden nach dem Vortrocknen mit in weißem Tonschlicker angerührten Farbpigmenten (Engoben) bemalt, mit Eisen und /oder Kupferoxid behandelt und bei 1050 bis 1150° C gebrannt.